Rauchen: Kinder und Jugendliche

Schwangerschaft

Dass Rauchen in der Schwangerschaft die Gesundheit des Ungeborenen enorm gef hrdet, ist allgemein bekannt. Rund 30 Prozent der werdenden M tter rauchen zu Beginn ihrer Schwangerschaft noch. Etwa ein Drittel von ihnen h rt auf. Einige fangen aber nach beendeter Schwangerschaft wieder mit dem Rauchen an. Zwischen 18 und 25 Prozent der Schwangeren rauchen noch zum Zeitpunkt der Geburt. Dabei zeigte sich auch, dass Schulbildung und Alter einen gro en Einfluss darauf haben, ob eine Schwangere sich zum Rauchstopp entschlie t: Je lter die Frauen bzw. je h her ihre Schulbildung, desto eher verzichteten sie auf das Qualmen w hrend der Schwangerschaft.

Ein m glichst fr hzeitiger Rauchstopp ist gut f r das Ungeborene: Schafft es eine Frau vor der Schwangerschaft oder zumindest innerhalb der ersten drei Monate, das Rauchen einzustellen, nimmt das Risiko einer Fehl- oder Fr hgeburt ab, die Chancen auf ein normales Geburtsgewicht verbessern sich und das Risiko f r Allergien und Infektionskrankheiten sinkt.


Kleinere Kinder

Rauchen in der Schwangerschaft schadet dem F tus, denn Ihr Baby raucht mit! Beim Rauchen werden krebserregende und hochgiftige Stoffe aufgenommen, welche die Gesundheit der Mutter und die Entwicklung des Babys beeintr chtigen. So verhindern beispielsweisez.B. Nikotin und Kohlenmonoxid, dass das Baby ber die Plazenta gen gend N hrstoffe und Sauerstoff bekommt. Als Ausgleich f r den Sauerstoffmangel kann sich der Herzschlag des Kindes erh hen. An der Nachgeburt (Plazenta) hinterl sst der Nikotinkonsum der Mutter brigens oft sichtbare Spuren: Statt rot ist sie dann gr ulich verf rbt.

Die Sch den durch das Rauchen beginnen schon in dem Moment, wo die Schwangerschaft eintritt. Rauchende Schwangere geb ren meist kleinere Kinder: Das Geburtsgewicht ist umso geringer, je mehr die Mutter raucht. Au erdem sind die Kinder von Raucherinnen meist insgesamt weniger weit entwickelt.

Risiko Fr hgeburt

Raucherinnen haben ein gr eres Risiko f r eine Fr hgeburt. Zudem treten bei Fr hgeburten von Raucherinnen h ufiger Komplikationen auf, und die Todesrate liegt h her.

Schwaches Immunsystem

Raucht eine Schwangere mehr als 15 Zigaretten am Tag, erkrankt ihr Baby h ufiger in den ersten acht Monaten und muss fterins Krankenhaus als Kinder ausichtraucherhaushalten. Diese Babys leiden an Erkrankungen der Atemwege, des Verdauungstraktes und der Haut. Zudem ist das Risiko eines Pl tzlichen Kindstodes deutlich erh ht.

Rauchen und Fruchtbarkeit

Rauchen hat einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Wissenschaftler vermuten, dass Nikotin auf die Hormone einwirkt, die bei der Schwangerschaft eine Rolle spielen. Das Ergebnis ist eine niedrigere Fruchtbarkeit bei Raucherinnen. Der Nikotinkonsum beeintr chtigt au erdem den Transport der befruchteten Eizelle durch die Eileiter zur Geb rmutter und behindert die Einnistung in der Geb rmutter. Im Durchschnitt brauchen Raucherinnen etwa doppelt so lange wie Nichtraucherinnen, bis sie schwanger werden. Ein Rauchstopp erh ht die Chancen f r Frauen, schwanger zu werden. Die Fruchtbarkeit n hert sich dann sehr schnell wieder der von Frauen an, die nie in ihrem Leben geraucht haben.

Gefahr f r S uglinge und Kinder

S uglinge und Kinder reagieren auf Tabakrauch und Nikotin sehr empfindlich. Deshalb sollten sie in einer rauchfreien Umgebung aufwachsen. Das Fenster oder die T r zu ffnen, um den Qualm abziehen zu lassen, hat brigens wenig Effekt. Kinder von Rauchern leiden h ufiger an Asthma und bekommen auch h ufiger Asthmaanf lle. Zudem brauchen sie oft mehr Asthmamedikamente, ihre Lungenfunktion ist schlechter und sie fehlen h ufiger in der Schule.

Nikotin in der Muttermilch

Bei stillenden M ttern, die rauchen, gelangt ein gro er Teil des Nikotins in die Muttermilch. Im Blut der gestillten Babys finden sich genauso viel Nikotin und Nikotinabbauprodukte, wie im Blut ihrer M tter. Nikotin f hrt dazu, dass in der Lunge mehr Schleim gebildet wird. Man vermutet auch, dass Nikotin das Immunsystem schw cht – nicht nur in der Lunge, sondern im ganzen K rper. Au erdemkann Rauchen die Stillzeit erheblich verk rzen, da es die Milchbildung beeintr chtigt.

Sind S uglinge h ufig Tabakrauch ausgesetzt, besteht einerh htes Risiko f r denPl tzlichen Kindstod (SIDS). Wissenschaftler vermuten, dass sich mehr als die H lfte aller derartigen Todesf lle vermeiden lie en, wenn die S uglinge nicht dem Passivrauchen ausgesetzt w rden.

Regelm iger Check-up

F r Mutter und Kind sind regelm ige Vorsorgeuntersuchungen wichtig. Hier gilt es, Krankheiten m glichst fr h zu erkennen oder sogar ganz zu vermeiden. So l sst sich bei Kindern die Entwicklung von Allergien oder Asthma schon im Fr hstadium erkennen, sodass man rechtzeitig gegensteuern kann. Das A und O der Vorsorge ist in jedem Fall der Rauchstopp. Sprechen Sie auch mit Ihrem Arzt dar ber, welche Entw hnungsm glichkeiten es gibt.

Kinder und Jugendliche – die Gesetze

In Schnitt rauchen Jugendliche mit 13,7 Jahren zum ersten Mal in ihrem Leben. Der Beginn des t glichen Rauchens liegt derzeit bei durchschnittlich 16,0 Jahren. Bestimmte Faktoren beg nstigen den Griff zum Glimmst ngel, etwa wenn Eltern bzw. Freunde ebenfalls rauchen oder Tabakwaren mit Zusatzstoffen konsumiert werden, die das Rauchen „angenehmer“ machen.

In Deutschland ist das Rauchen in der ffentlichkeit f r Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gesetzlich verboten. Au erdem d rfen ihnen keine Tabakprodukte verkauft werden. Kleinpackungen, die weniger als 17 Zigaretten enthalten, sowie das Verteilen von Gratiszigaretten sind in Deutschland ebenfalls verboten.

Seit Januar 2007 k nnen Zigaretten nur noch per EC-Karte, auf der das Alter gespeichert ist, aus einem Automaten gezogen werden. Au erdem hat sich der Bundesverband Deutscher Tabakwaren-Gro h ndler und Automatenaufsteller (BDTA) verpflichtet, keine Zigarettenautomaten im Umfeld von Schulen und Jugendzentren anzubringen sowie bereits bestehende von dort zu entfernen.

In einigen L ndern Europas darf berhaupt keine Werbung f r Tabakprodukte gemacht werden. In Deutschland dagegen gibt es kein vollst ndiges Werbeverbot. Die Tabak- und Werbeindustrie hat sich zu freiwilligen Selbstbeschr nkungen verpflichtet, um jugendbezogene Tabakwerbung einzuschr nken. Dazu z hlt beispielsweise der Verzicht auf Tabakwerbung in Jugendzeitschriften sowie auf Werbung, die sich direkt an Jugendliche richtet.

Datum: 20. Januar2011


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