Müssen Hunde auf Waldwegen an der Leine geführt werden?

[25.05.2016] Bei einem groben Behandlungsfehler eines Tierarztes (z.B. bei einem Befunderhebungsfehler) kommt es zur Umkehr der Beweislast. Er muss im Streitfall beweisen, dass der Fehler nicht für einen danach entstandenen Schaden verantwortlich ist. Es finden die in der Humanmedizin entwickelten Rechtsgrundsätze zur Haftung und zur Beweislastumkehr auch im Bereich tierärztlicher Behandlung Anwendung.


[09.03.2016] Für die Antwort kommt es rechtlich auf die Unterscheidung zwischen Fundtieren und herrenlosen Tieren an: Für Fundtiere kommt die Gemeinde auf. Fundtiere sind verloren gegangen oder dauerhaft entlaufen. Sie haben oder hatten aber einen Halter. Wird dieser später ermittelt, hat er die Kosten zu erstatten. Herrenlose Tiere gehören niemanden. Sie sind ohne Besitzer geboren oder wurden ausgesetzt. Für diese Tiere sind die Behörden nicht zuständig. Ob ein Streuner in die eine oder andere Kategorie fällt, ist eine Frage des Einzelfalls.


[08.06.2015] Wer aus Gefälligkeit mehrere Hunde gleichzeitig ausführt (sogenanntes Rudelführen ), muss sämtliche Hunde so beaufsichtigen, dass sie Dritte nicht gefährden. Der Hundeführer haftet, wenn er seine Verkehrssicherungspflicht verletzt, sodass einer der Hunde an einer Passantin hochspringen kann und diese sich verletzt.


[11.05.2015] Wird in einem Kaufvertrag über ein Pferd die MÄngelhaftung der Verkäuferin ausgeschlossen und eine Ankaufsuntersuchung vereinbart, so haftet der Tierarzt für gesundheitliche Mängel des Tieres – nicht der Verkäufer.


[11.03.2015] Auch Tierärzte trifft grundsätzlich eine vertragliche Aufklärungspflicht. Sie müssen den Eigentümer eines Tieres (hier: ein teures Dressurpferd) bei besonders risikoreichen Behandlungen und davon auch betroffenen finanziellen Eigentümerinteressen über Risiken einer tierärztlichen Behandlung und über mögliche Behandlungsalternativen aufklären.


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